Zeitfresser finden und eliminieren

Folgende Situation hat vermutlich schon jeder einmal erlebt. Man sitzt viele Stunden vor dem Computer und hat sich fest vorgenommen mehrere Aufgaben zu erledigen. Am Ende des Tages blickt man zurück und erkennt, dass man nicht einmal eine Aufgabe ganz erledigt hat. Wo ist nur die Zeit geblieben?

Voller Motivation hat man sich zu Beginn des Tages die Aufgaben notiert und startet sogleich auch mit der ersten Aufgabe. Zu Beginn bekommen wir eine Benachrichtigung von einem guten Freund. Er sendet uns einen Link zu einem interessanten Artikel. Voller Neugierde sehen wir uns natürlich diesen Artikel gleich an, denn ob wir uns jetzt voll und ganz auf die erste Aufgabe konzentrieren oder erst in 10 Minuten ist auch schon egal. Aus den 10 Minuten für den Artikel werden 25 Minuten. Mit einem schlechten Gewissen geht unser Fokus nun wieder zur bereits begonnen Aufgabe zurück. Es dauert eine gewisse Zeit bis wir wieder mit unseren Gedanken voll bei der Aufgabe sind. Nun arbeiten wir 15 Minuten und plötzlich bekommen wir Lust auf einen Kaffee. Eine kurze Kaffeepause kann natürlich nicht schaden und fördert die Konzentration. Bis die Maschine startbereit ist und der Kaffee zubereitet wird, rufen wir noch kurz einen Freund an um uns über das bevorstehende Wochenende zu erkundigen. Es wird natürlich nicht nur kurz über das Wochenende gesprochen, sondern auch noch über andere Themen. Das Gespräch dauert länger als geplant.

Mit diesem Beispiel möchte ich anmerken, dass wir oft gar nicht bewusst mitbekommen wo wir uns in der Zeit verlieren. Wir haben das Gefühl, dass wir produktiv sind, aber oft ist genau das Gegenteil der Fall.

Stoppuhr

Stoppuhr

Um diese Situation zu ändern müssen wir erstmal unsere Zeitfresser finden. Jede Tätigkeit egal ob E-Mails bearbeiten, im Internet surfen, bei einer Kaffeepause oder beim fokussierten Arbeiten sollte notiert werden. Die Zeiten können in einem Notizbuch, mit einer App oder auch mit einem ganz simplen Excel Sheet protokolliert werden. Was letztendlich verwendet wird bleibt jeden selbst überlassen. Es gibt auch bereits Programme wie zum Beispiel Rescue Time die die Tätigkeiten am Computer automatisch aufzeichnen.

Nach einer Woche kann man bereits gut erkennen, wo man wie viel Zeit gebraucht hat. Ihr werdet überrascht sein, wie viel Zeit man unproduktiv verbringt. Aufbauend auf diesen Daten kann man nun seine Zeitfresser eliminieren oder terminlich festlegen. In meinem Fall war das Internet der Zeitfresser Nummer Eins. Gerade bei Recherchearbeiten für die Blogartikel habe ich mich sehr schnell hinreißen lassen auch Informationen über andere interessante Themen zu lesen. Für diesen Zeitfresser habe ich aber eine einfache Lösung gefunden.

Jedes Mal wenn ich nun bei den Recherchearbeiten auf ein interessantes Thema stoße welches nicht zu meiner Recherchearbeit passt, dann schreibe ich mir dieses für später auf. Nachdem ich das Thema notiert habe fahre ich mit den Recherchearbeiten fort. Wenn alle Tagesaufgaben erfüllt sind und noch genug Zeit vorhanden ist dann widme ich mich den Themen die ich mir im Laufe der Arbeit notiert habe.

 

Links zum Artikel:

RescueTime für Windows

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